Was haben der 25. November als „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ und die „Istanbul Konvention“ gemeinsam?

Der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, der jährlich am 25. November stattfindet, wurde im Dezember 1999 von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufen. Bereits seit den 1980er Jahren haben Menschenrechtsorganisationen auf Veranstaltungen am 25. November auf die Einhaltung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht.

Die „Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ („Istanbul Konvention“) wurde 2011 vom Europarat, der sich als unabhängige, internationale Organisation u.a. für die Wahrung der Menschenrechte einsetzt, erarbeitet. Im Jahr 2014 trat die „Istanbul Konvention“ dann als völkerrechtlicher Vertrag in Kraft.

Obwohl Deutschland 2011 zu den Unterzeichnerländern der Konvention gehörte, erfolgte die rechtliche Umsetzung der Konvention erst zum 1. Februar 2018 nachdem ein entsprechender Gesetzesentwurf 2017 vom Bundestag ratifiziert worden war.

Sowohl die „Istanbul Konvention“ als auch der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ haben die Bekämpfung und Verhütung von Gewalt gegen Frauen zum Inhalt und Ziel.

So ist in Artikel 3a der Konvention definiert, was unter dem Begriff „Gewalt gegen Frauen“ verstanden wird und was er umfasst. „Gewalt gegen Frauen“ wird als eine Menschenrechtsverletzung und eine Form der Diskriminierung der Frau verstanden und bezeichnet alle Handlungen geschlechtsspezifischer Gewalt, die zu körperlichen, sexuellen,
psychischen oder wirtschaftlichen Schäden oder Leiden bei Frauen führen oder führen können, einschließlich der Androhung solcher Handlungen, der Nötigung oder der willkürlichen Freiheitsentziehung, sei es im öffentlichen oder privaten Leben.“

Artikel 3b geht ein auf die Definition „häusliche Gewalt“. Hierunter fallen „alle Handlungen körperlicher, sexueller, psychischer oder wirtschaftlicher Gewalt, die innerhalb der Familie oder des Haushalts oder zwischen früheren oder derzeitigen Eheleuten oder Partnerinnen beziehungsweise Partnern vorkommen, unabhängig davon, ob der Täter beziehungsweise die Täterin denselben Wohnsitz wie das Opfer hat oder hatte.“

Durch die Ratifizierung und rechtliche Umsetzung in Deutschland sollen die in der „Istanbul Konvention“ vorgesehenen finanziellen, juristischen und psychologischen Unterstützungsangebote ausgebaut und ein flächendeckendes Angebot von Gewaltschutzambulanzen, Täterinitiativen und Frauenhäusern umgesetzt werden. Trotz dieser Verpflichtung fehlen allein in Deutschland immer noch tausende sichere Plätze für Frauen.

Die Pandemie hat darüber hinaus zu einer Verschärfung der Situation betroffener Frauen geführt. Viele Frauen konnten und können nicht auf Hilfeangebote zurückgreifen, da oftmals die Möglichkeiten, dies ohne Wissen des gewalttätigen Partners zu tun, weggefallen sind.

Da es sich bei Gewalt nicht nur um rein körperliche Gewalt, die gegebenenfalls noch vom Umfeld wahrgenommen wird, sondern auch um psychische Gewalt handeln kann, ist die aktuelle Situation umso prekärer, als dass entsprechende Hilfsangebote nicht immer wahrgenommen werden können.

Damit Frauen, die von Gewalt – egal in welcher Form – bedroht sind oder diese bereits erfahren, geholfen werden kann, ist es wichtig, dass auch das Umfeld aufmerksam auf Details achtet, die darauf hinweisen können, dass es zu Misshandlungen oder zu verändertem Verhalten kommt, welches auf Gewalt hinweisen kann. Hilfe kann in vielfältiger Form geboten werden. Sei es, die betroffene Frau anzusprechen, sich selber über Hilfemöglichkeiten zu informieren oder im akuten Fall, die Polizei zu rufen.

Sollten Sie sich in einer Situation befinden, in der Sie sich von Ihrem Partner bedroht fühlen oder bereits Gewalt erfahren, können Sie jederzeit auf das Hilfetelefon zurückgreifen, welches 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr kostenfrei unter der Nummer: 08000 116 016 erreichbar ist und Hilfe und Unterstützung in vielen Sprachen bietet. Auch über der Webseite www.hilfetelefon.de sind viele Informationen verfügbar und Unterstützung erreichbar.

Das Hilfetelefon bietet auch Helfenden die Möglichkeit, sich mit den Beraterinnen auszutauschen und über Beobachtungen oder Verdachtsmomente zu sprechen.

Geschrieben am 24.11.2021

Fortbildung „Tiergestütze Therapie“ für Gesundheitsberufe

Sie arbeiten im Gesundheitswesen, einem medizinisch-therapeutischen oder pädagogischen Beruf und möchten Ihr Fachwissen ergänzen, um den Menschen, die Sie betreuen die bestmöglichen Behandlungs- und Therapieformen bieten zu können. Sie haben schon einmal von Tiergestützter Therapie gehört oder interessieren sich dafür – wissen aber noch nicht, wie sie diese in Ihren beruflichen Kontext einbinden können. In Zusammenarbeit mit dem Leibniz Kolleg (Interdisziplinäres Fortbildungsinstitut für das Gesundheitswesen) in Hannover biete ich am 29. August 2021 eine eintägige Fortbildung zum Thema Tiergestützte Therapie. Diese Fortbildung wendet sich an verschiedenste Berufsgruppen wie z.B. Ärzte, Präventologen, Psychologen, Altenpfleger, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder Logopäden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit sich direkt für die Fortbildung „Tiergestützte Therapie“ anzumelden, finden Sie hier: https://www.leibnizkolleghannover.de/seminare/tiergestuetzte-therapie-das-tier-als-co-therapeut-2105-193.html

Teilnehmer dieser Fortbildung erhalten hierfür 8 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender. Details finden Sie hier: http://www.regbp.de/

Geschrieben am 13.04.2021

Women only – Coaching und Beratung von Frau zu Frau

Für Frauen, die etwas verändern wollen!

„Internationaler Frauentag“ am 8. März – „Equal Pay Day“ am 10. März. Zwei Tage, die dafür stehen, dass Frauen immer noch auf die vielzitierte Gleichberechtigung und Gleichbehandlung warten.

Ich möchte diese beiden Daten zum Anlass nehmen und ein besonderes Angebot für alle Frauen machen, die etwas an ihrer aktuellen Situation verändern möchten.

Sie haben ein berufliches Thema, welches Sie schon länger beschäftigt und für das Sie bisher noch keine gute Lösung gefunden haben.

Ein Coaching bietet sich an, wenn es um eine ganz spezielle berufliche Fragestellung geht. Hierbei kann es sich z.B. um die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch oder eine berufliche Veränderung handeln.

Eine Beratung ist dann sinnvoll, wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht „rund“ läuft, Sie aber nicht wissen, wie Sie es verändern können. Dies kann ein berufliches oder privates Thema sein.

Das „Women only“ Coaching/ Beratungs-Paket besteht aus 5 Einheiten zu einem besonderen Paketpreis und kann individuell nach Ihren zeitlichen Vorstellungen gestaltet werden.

Ich biete Ihnen die Möglichkeit einer persönlichen Beratung in meinen Praxisräumen (unter Einhaltung der entsprechenden Hygiene-Maßnahmen), einer Online-Beratung über Zoom oder einer telefonischen Beratung.

Schreiben Sie mir eine Mail (info@susanne-gehle.de) oder rufen Sie mich an, damit wir ein unverbindliches und kostenfreies Erstgespräch vereinbaren können. Dieses Erstgespräch dient dazu, herauszufinden, ob ich die richtige Ansprechpartnerin für Ihr Anliegen bin und ob Sie sich vorstellen können, mit mir zusammenzuarbeiten.

Geschrieben am 10.03.2021

Weltfrauentag am 8. März

Warum gibt es einen Weltfrauentag?

Eine Initiative zur Gleichberechtigung der Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Auslöser für die Entstehung des Weltfrauentages.

Wo stehen wir heute mehr als 100 Jahre danach? Gibt es die geforderte Gleichberechtigung? Oberflächlich betrachtet ja. Schaut man aber genauer hin, besteht immer noch ein großes Ungleichgewicht.

Am deutlichsten zeigt sich dies, wenn man die Ungleichbehandlung der Frauen in bestimmten Kulturkreisen betrachtet. Aber auch in unserer westlichen Kultur, die sich mit Gleichberechtigung rühmt, sind Diskriminierungen vorhanden und werden leider immer noch toleriert. Angefangen beim „Gender Pay Gap“ – dieser ist Thema des „Equal Pay Day“ am 10. März –  der sich bereinigt auf 5 – 7% beläuft, über die Altersarmut bei Frauen oder die Vielzahl alleinerziehender Mütter, die sich mit großen Herausforderungen privater und beruflicher Art konfrontiert sehen.

Alte Rollenmuster, die körperliche und seelische Gewalt und Misshandlung gegen Frauen oder die zunehmende Bedrohung politisch aktiver Frauen sind immer noch Alltag und werden in unserer Gesellschaft hingenommen.

Sollte es nicht so sein, dass wir heute – über 100 Jahre später – über solche Diskriminierungen gar nicht mehr sprechen oder schreiben?

Geschrieben am 07.03.2021

Weihnachten 2020

Wir feiern in diesem Jahr ein Weihnachtsfest, das unter besonderen Rahmenbedingungen stattfindet. Für den einen oder anderen Menschen findet es  im kleinsten Kreis statt. Der kleinste Kreis kann bedeuten, dass man die Weihnachtstage mit sich selber verbringt. Für manche ist es eine schöne und angenehme Vorstellung, ohne Verpflichtungen und Erwartungen ein paar Tage zu verbringen.

Für andere Menschen mag dies eine unangenehme Situation und mit einem Gefühl von Traurigkeit verbunden sein. Das Bedauern darüber, nicht mit anderen Menschen feiern zu können, ist ein angemessenes Empfinden. Wenn es aber gelingt, dies zu akzeptieren und auch zu sehen, dass es im nächsten Jahr ganz anders sein kann, dann hat man die Möglichkeit, die Feiertage gut zu verbringen.

Gesundheit hat in diesem Jahr einen noch höheren Stellenwert bekommen, als sonst üblich. Die Haltung, mit der man eine Situation erlebt, hat auch Einfluss darauf, wie wir körperlich auf eine Situation reagieren.

Wie kann das gut gelingen?

Ganz individuell und entsprechend den eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Auf diese hat man – im Gegensatz zu den äußeren Umständen – viel Einfluss und kann sie entsprechend gestalten.

Wer gerne kocht, hat die Zeit, ein aufwendiges Menü oder ein neues Rezept für sich zu kochen und anzurichten. Wer gerne liest, hat endlich die Zeit in aller Ruhe auf dem Sofa zu liegen und zu lesen. Wer gerne in der Natur ist, kann wandern und spazieren gehen ohne auf die Uhr zu schauen. Endlich ist Zeit, eine Serie, die man unbedingt sehen möchte, anzuschauen und sich dabei ohne schlechtes Gewissen ein riesiges Stück Kuchen oder eine Tüte Chips zu gönnen. Es gibt vielzählige Möglichkeiten, die Zeit gut zu verbringen. Sind es Dinge, für das man im Alltag keine Zeit hat oder sich nicht gönnt, dann wird es zu etwas Besonderem.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie gute Wege finden, die Zeit zu gestalten, zu verbringen und zu genießen!

Ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr!

Geschrieben am 22.12.2020

Corona als Herausforderung

Kontaktbeschränkungen und Abstand halten, Homeoffice und Kurzarbeit…..  Zurzeit stehen wir vor Herausforderungen, die uns belasten können und für die wir nicht immer sofort eine gute Lösung finden.

Die Dauer einer Situation, ob etwas vorhersagbar ist oder nicht, die Intensität und Häufigkeit der man einer Situation ausgesetzt ist, sind Faktoren, die dazu führen können, dass man sich dem aktuellen Geschehen manchmal nicht gewachsen fühlt.

Als Folge kann es zu vermehrten Konflikten oder sogar Gewalt in der Partnerschaft kommen. Bei der Arbeit im Homeoffice fühlt man sich zunehmend unter Druck oder es wird schwieriger die richtige Motivation zu finden. Gefühle von Einsamkeit und Beklemmung können sich bemerkbar machen, wenn man häufiger alleine ist. Nimmt das Gefühl zu, dass die Situation zu einer Belastung wird, kann es hilfreich sein, diese in einer professionellen Beratung zu besprechen und Lösungsansätze zu finden.

Hier stehe ich Ihnen gerne zur Seite und biete Ihnen die Gelegenheit, dies im Rahmen eines persönlichen Gespräches zu klären.

Sie haben dann die Möglichkeit zu wählen, ob Sie die Beratung in Form eines Telefonates oder als Videocall (Skype oder Zoom) durchführen möchten. Auch eine persönliche Beratung ist möglich in Form von „Walk ´n Talk“ im Freien mit entsprechendem Abstand und Maske.

 

Geschrieben am 15.12.2020

Emotionale Gewalt in Partnerschaften – auch Worte können verletzen

Heute am 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“. Seit 1981 von verschiedenen Organisationen initiiert und seit 1999 auch durch die UN-Generalversammlung bestimmt, wird an diesem Tag auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht.

Unter dem Motto „orange the world“, wird ab dem 25. November für 16 Tage in weltweiten Aktionen auf das Thema und seine Auswirkungen aufmerksam gemacht.

Gewalt gegen Frauen findet nicht nur im öffentlichen Raum statt, sondern in den meisten Fällen in der eigenen Partnerschaft. Nach einem Bericht des Bundeskriminalamtes für das Jahr 2019 gab es mehr als 141.000 Opfer häuslicher Gewalt. Hiervon waren 81% der Betroffenen Frauen. Da dies nur die bei der Polizei zur Anzeige gekommen Fälle betrifft, geht das Bundeskriminalamt von einer Dunkelziffer von rund 80% aus. Damit wären dann tatsächlich rund 570.000 Frauen von häuslicher Gewalt betroffen.

Gewalt und Missbrauch an Frauen kann sich in vielen Ausprägungen zeigen und ist neben Übergriffen, wie körperlicher Gewalt, sexuellem Missbrauch, Zwangsprostitution oder offensichtlicher Diskriminierung auch in viel subtilerer Form möglich – als emotionale oder psychische Gewalt. Da es sich bei den o.g. Zahlen in den meisten Fällen um körperliche Übergriffe handelt, ist anzunehmen, dass die Dunkelziffer noch viel höher ausfällt, wenn man Gewalt in Form von emotionaler Misshandlung ebenfalls berücksichtigt.

Was macht emotionale Misshandlung für die Betroffenen so schwerwiegend?

Da diese Form der Gewalt von Außenstehenden oft nicht als solche erkannt und verstanden wird, häufig erkennt auch die betroffene Frau diese Form der Gewalt nicht, kann emotionaler Missbrauch belastendere und langfristigere Folgen haben als körperliche Gewalt, die in den meisten Fällen offensichtlich ist. Sei es in Form der tatsächlichen Ausübung der Gewalt oder an den aus der Gewalteinwirkung resultierenden körperlichen Verletzungen.

Was ist emotionale Gewalt und wie können die Folgen für die betroffene Frau sein?

Emotionale Gewalt ist ein Verhalten, welches darauf abzielt, den Partner zu degradieren und zu kontrollieren. Dabei setzt sich dieses Verhalten aus vielen kleinen, oft kaum zu erkennenden Aggressionen zusammen. Häufige Merkmale sind ein Wechsel zwischen Nähe und Distanz, Kritik – oft auch nebensächlich, abschätzige Kommentare, Beleidigungen, Kontrolle, Abwertung, Demütigung, Drohungen, Isolation von Familie und Freunden, Gleichgültigkeit gegenüber emotionalen Bedürfnissen, Manipulation.

Der Unterschied eines normalen Konfliktes in einer Partnerschaft zu emotionaler Gewalt ist die Unausgewogenheit der Beziehung. Ziel des missbräuchlichen Verhaltens ist es, Macht über den anderen auszuüben und damit einhergehend die Verletzung der Integrität des Partners.

Emotionale Gewalt ist ein schleichender Prozess, der mit der Destabilisierung des missbrauchten Partners einhergeht. Besonders die üblicherweise in einer Partnerschaft bestehende Bindungsdynamik erschwert die Beendigung der Beziehung.

Belastend für die Betroffenen, wenn sie sich anderen Personen anvertrauen, ist häufig deren Reaktion, dass „die Situation doch nicht so schlimm sei“ und die Betroffenen würden überreagieren. Dadurch gerät die betroffene Frau in eine Position, in der ihre Glaubwürdigkeit herabgesetzt und ihre eigene Wahrnehmung der Situation in Frage gestellt wird. Damit findet eine weitere Destabilisierung statt, die dann nicht nur durch den missbrauchenden Partner ausgeübt wird, sondern auch durch außenstehende Dritte, auch wenn es von diesen nicht beabsichtigt wird.

Je länger dieser Prozess andauert, desto größer wird die psychische Belastung und desto schwieriger wird es sich aus der Beziehung zu lösen.

Warum kann es so schwer sein, sich aus einer missbräuchlichen Beziehung zu lösen?

Besonders die emotionale Berg- und Talfahrt zwischen empfundener Harmonie und plötzlicher Abkehr, die vom missbrauchenden Partner gesteuert wird, stellt in diesem Zusammenhang ein äußerst wirkungsvolles Instrument dar. Da sich der Missbrauch über einen längeren Zeitraum entwickelt, mit zunehmender Intensität der emotionalen Gewalt, wird die betroffene Frau immer stärker in die Dynamik verflochten und gleichzeitig ihre Selbstwirksamkeit immer stärker untergraben. Gedanken wie: hätte ich mich anders verhalten, wäre ich geduldiger, er braucht einfach noch Zeit, es wird sich ändern, wenn…., halten die Frau in einer Art Schwebezustand, der immer wieder durch kleine Zuwendungen des missbrauchenden Partners „belohnt“ wird. Damit wird der Wunsch nach Harmonie und Gemeinsamkeit immer wieder geweckt und löst eine zunehmend höhere Anstrengung aus, um diesen Zustand zu erreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass die emotionale Gewalt von Außenstehenden oft nicht als solche erkannt wird und die Frau nur wenig oder keine adäquate Unterstützung erfährt. Sich zurückzuziehen, kann dann eine Reaktion auf das mangelnde Verständnis von außen sein. Damit steht die Frau zunehmend schutzloser dem missbrauchenden Partner gegenüber.

Wie kann es dazu kommen?

Die Gründe, warum es in Beziehungen zu Gewalt kommt – sei es körperliche oder emotionale Gewalt – sind komplex und vielschichtig. Oftmals ist es so, dass beide Partner das entsprechende psychische „Rüstzeug“ mit in die Beziehung einbringen und sich dann mit ihren jeweiligen Ausprägungen ergänzen. Für den betroffenen Partner, der in der Beziehung Gewalt erfährt, ist es wichtig, dies zu erkennen und wenn möglich Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Obwohl in diesem Text emotionale Gewalt an Frauen thematisiert wird, ist es wichtig zu wissen, dass emotionale Gewalt nicht nur in heterosexuellen, sondern ebenso in homosexuellen Partnerschaften vorkommen kann. Männer können ebenso betroffen sein, wie Frauen. Damit ist es ein schwerwiegendes Problem, welches Aufmerksamkeit verdient, um den betroffenen Menschen helfen zu können.

Stellen Sie als Frau fest, dass sie in ihrer Beziehung den oben genannten Dynamiken ausgesetzt sind und zunehmend darunter leiden, sprechen Sie mich an.

Geschrieben am 25.11.2020

Homeoffice – Nur positiv?

Die Corona Pandemie führt zu Veränderungen alter Strukturen, die in dieser Geschwindigkeit niemand für möglich gehalten hat. Nachdem viele Arbeitnehmer jahrelang mit ihren Arbeitgebern um die Möglichkeit gerungen haben, ab und an im Homeoffice arbeiten zu können, ist diese Form der Arbeit zur Zeit die Lösung für viele Unternehmen, um der aktuellen Situation gerecht zu werden.

Hört man sich um, so haben Unternehmen erkannt, welche Vorteile dies bieten kann. Sicher macht es Sinn, Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, im Homeoffice zu arbeiten, wenn sie dies wünschen und es allen Beteiligten Vorteile bringt.

Leider haben rein wirtschaftliche Überlegungen in einigen Fällen schon dazu geführt, dass Bürogebäude gekündigt wurden und die Mitarbeiter nur noch im Homeoffice arbeiten können. Es wird bei allen Vorteilen jedoch vergessen, dass nicht nur die notwendige Infrastruktur im Homeoffice vorhanden sein muss, sondern auch, dass der soziale Kontakt mit den Kollegen ein wichtiger Aspekt für den einzelnen Arbeitnehmer ist. Im direkten persönlichen Gespräch können nicht nur fachliche Themen angesprochen und oftmals besser gelöst werden, sondern auch Sorgen und Probleme, die sich auf private Anliegen beziehen, thematisiert werden. Der sogenannte „Büroklatsch“ ist ein wichtiger sozialer Faktor und führt zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl, welches in dieser Form im Homeoffice entfällt. Telefonate können auf Dauer keinen adequaten Ersatz hierfür darstellen. Besonders für neue Mitarbeiter besteht so kaum eine Möglichkeit, sich über direkte persönliche Kontakte zu integrieren.

Auch kann bei einzelnen Mitarbeitern, die im Homeoffice arbeiten, der psychische Druck, den eine zu hohe Übertragung an Eigenverantwortung auslösen kann, zu groß werden, ohne dass dies dem verantwortlichen Vorgesetzten auffällt.

Bei allen positiven Veränderungen, dürfen die genannten Punkte nicht vergessen werden, um zu vermeiden, dass das Homeoffice zur Belastung wird.

Geschrieben am 11.08.2020

Auszeit!

Haben Sie schon einmal ein Gemälde aus einem anderen Blickwinkel angeschaut? Ist Ihnen dabei aufgefallen, dass Sie auf einmal Details wahrnehmen, die Sie vorher nicht bemerkt haben?

Waren Sie ein verlängertes Wochenende in einer anderen Stadt und haben dabei festgestellt, dass Sie Probleme aus Ihrem Alltag plötzlich ganz anders betrachten können?

Sie mussten Ihren Urlaub aufgrund der aktuellen Situation umbuchen oder sogar stornieren? Sie möchten sich aber trotzdem eine Auszeit gönnen oder brauchen diese ganz dringend? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um auch etwas für die Themen zu tun, die Sie schon länger beschäftigen oder die in den letzten Wochen deutlicher zum Vorschein gekommen sind.

Die Blickrichtung oder den Ort zu wechseln und sich dabei Distanz zum Alltag zu gönnen, ist oftmals hilfreich, um Herausforderungen anders wahrzunehmen und leichter zu Lösungen zu kommen.

Mein Angebot für Sie: 3 Tage Auszeit in der Pfalz!

Während dieser drei Tage gönnen Sie sich einen Kurzurlaub und finden Lösungsansätze für Ihre Probleme.

Ihr Anliegen, den Ablauf und Details sowie die Terminplanung besprechen wir in einem persönlichen Telefonat. Gerne bin ich Ihnen auch bei der Suche nach einer passenden Unterkunft behilflich.

Geschrieben am 10.06.2020

Nach Corona ist vor dem neuen Job

Die aktuelle Situation stellt viele von uns vor Herausforderungen und die Notwendigkeit uns an neue Situationen anzupassen. Bei manchen führt sie auch dazu, bisher Gewohntes und Bekanntes in Frage zu stellen und löst den Wunsch nach Veränderung aus.

Machen Sie sich auf die Reise!

Nutzen Sie die aktuelle Situation, wenn Sie sich neu orientieren möchten. Wenn Sie Themen haben, die Sie schon länger beschäftigen. Wenn ein Vorstellungsgespräch oder eine Vertragsverhandlung ansteht.

Im Rahmen eines Coachings können Sie sich mit meiner Unterstützung auf Ihre berufliche Veränderung vorbereiten oder an Lösung eines Problems arbeiten.

Buchen Sie Ihr Coaching-Paket mit 5 Einheiten zu einem Sonderpreis von 300,00 €.

Ich biete Ihnen die Möglichkeit, das Coaching per Skype oder in meiner Praxis durchzuführen. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten in meiner Praxis, können alle der aktuellen Situation gebotenen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Geschrieben am 27.04.2020